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Einsatz im Heizwerk Niebüll

16.09.2015

Freiwillige Feuerwehr Niebüll
Freiwillige Feuerwehr Niebüll und HanseWerk Natur proben den Ernstfall

Alarm in der Gather Landstraße in Niebüll – im Heizwerk der HanseWerk Natur, das sich direkt neben dem Kreiskrankenhaus Niebüll befindet, ist ein Feuer ausgebrochen. In dem Gebäude befindet sich ein Blockheizkraftwerk (BHKW), aber auch zwei Monteure, die gerade an der Anlage arbeiteten. Für die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll heißt das, es ist höchste Eile geboten. Zunächst muss das Gebäude „freigemessen“ werden – mit einem speziellen Gerät, das die Gaskonzentration misst – dann werden die Verletzten geborgen.

Wirklich Gefahr für Leib und Leben bestand am 15. September gegen 19:45 Uhr allerdings nicht – denn der Einsatz war eine Übung. Die soll der Feuerwehr helfen, sich auf einen etwaigen Ernstfall vorzubereiten. Initiiert wurde die Übung von der HanseWerk Natur GmbH. „Gerade im Bereich technischer Anlagen sind besondere Anforderungen zu beachten“, erklärt Marc Claussen, Leiter des Standortes in Fockbek bei Rendsburg bei HanseWerk Natur. Er und sein Team sind auch für den Betrieb dieses Heizwerkes zuständig. „Deshalb organisieren wir regelmäßig Übungen mit den örtlichen Feuerwehren.“ Die Übungen werden auch genutzt, um die örtlichen Einsatzkräfte in die Anlage einzuweisen, damit diese im Ernstfall wissen, was zu tun ist. Doch auch die Kollegen aus Fockbek konnten an diesem Abend noch dazu lernen: Denn gemeinsam mit der Feuerwehr fand auch eine praktische Feuerlöscherübung mit Pulverlöschern statt. „Die Feuerlöscher hängen überall, aber im Ernstfall sollte man sie auch einsetzen können ohne lange darüber nachzudenken, daher haben wir auch für unsere Mannschaft so eine Übung organisiert“, so Claussen.

Das BHKW in Niebüll erzeugt umweltschonend Strom und Wärme. Durch den Einsatz von Biogas erfolgt die Erzeugung CO2-neutral, da nur die Kohlendioxidmenge freigesetzt wird, die der Atmosphäre durch das vorangegangene Pflanzenwachstum entzogen wurde. Mit einer elektrischen Leistung von rund 250 Kilowatt erzeugt das BHKW jährlich etwa zwei Millionen Kilowattstunden Strom. Das reicht aus, um den Bedarf von rund 500 Haushalten zu decken. Die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme wird zur Versorgung des Kreiskrankenhauses genutzt. Das BHKW ging 2004 in Betrieb, es war die erste Anlage bei HanseWerk Natur, die mit Biogas Energie erzeugt. Mittlerweile betreibt das Unternehmen 18 solcher Anlagen und weitere 29 mit Bioerdgas.Insgesamt unterhält die HanseWerk Natur sechs Betriebsstandorte in Norddeutschland, von denen aus über 1.000 Anlagen betreut werden. Niebüll und der Kreis Nordfriesland wird zum größten Teil vom Betriebsstandort Fockbek betreut. In jedem der Standorte finden regelmäßig Feuerwehrübungen statt. So können sich die Feuerwehren vor Ort auf den Ernstfall vorbereiten.